Christian Eder -Parallel Orders - Stadtmuseum Bruneck - Brunico

  • Christian Eder-ausstellungen- Abstrakton-painting-parallele ordnungen
    Ausstellungsansicht Stadtmuseum Bruneck
  • christian eder ausstellungen- parallele ordnungen-eder-2018
    Stadtmuseum Bruneck, Paralelle Ordnungen, Christian Eder
  • christian eder ausstellungen-stadtmuseum-bruneck-eder-2018
    Drehung, 2018
    Öl auf Leinwand
    80 x 60 cm, Parallele Ordnungen
  • christian eder-ausstellungen-stadtmuseum bruneck-2018
    Duales Farbsystem, Ausstellung Parallele Ordnungen
  • christian eder-series parallel orders
    Ohne Titel, 2015
    Öl auf Leinwand
    80 x 60 cm
  • christian eder-painting-stadtmuseum bruneck-2018, Abstraktion im Dialog, Christian Eder Ausstellungen
    Stadtmuseum Bruneck
  • eder-series-parallel orders
    Ausstellungsansicht, Parallele Ordnungen, Stadtmuseum Bruneck
  • christian eder abstraktion-2018
    Ausstellung Stadtmuseum Bruneck
  • painting-christian eder-vienna, parallele ordnungen
    Ohne Titel, 2018l
    Acryl auf Leinwand
    120 x 160 cm
  • biegung-malerei-stadtmuseum bruneck-eder-2018
    Biegung, 2018
    Öl auf Leinwand
    100 x 100 cm, Parallele Ordnungen
  • Christian Eder-Stadtmuseum Bruneck-Ausstellungen
    O.T., 2017
    Öl auf Leinwand
    100 x 100 cm, Christian Eder
  • series parallel orders-christian eder
    Biegung, 2018
    Öl auf Leinwand
    100 x 100 cm
  • christianeder ausstellungen-artwork-2017
    Ausstellungsansicht, Stadtmuseum Bruneck, Christian Eder, Parallele Ordnungen
  • christian-eder-malerei-wien-2018
    Red, 2018
    Öl auf Leinwand
    100 x 100 cm
  • christian eder-painting
    Ausstellung Stadtmuseum Bruneck, Christian Eder
  • christian eder painting-parallel orders
    Ausstellung Stadtmuseum Bruneck, Christian Eder
  • ausstellungen-werkansicht-stadtmuseum bruneck-eder-2018
    Ohne Titel, 2018
    Öl auf Leinwand
    100x120 cm, Parallele Ordnungen
  • eder ausstellungen-stadtmuseum bruneck-2018
    Ausstellungsansicht, Stadtmuseum Bruneck, Christian Eder, Parallele Ordnungen
  • christian eder malerei-2018
    Diagonal, 2018
    Christian Eder
  • christian eder painting- vienna
    Diagonale, 2018
    Öl auf Leinwand
    100 x 100 cm
  • parallele ordnungen-malerei-christian eder-2018
    Ausstellung
  • werkansicht-stadtmuseum bruneck-eder-2018-parallel series
    O.T., 2018
    Acryl auf Leinwand
    40 x 40 cm
    Austellungen Parallele Ordnungen
  • christian eder malerei-2018
    Ausstellung Stadtmuseum Bruneck, Christiann Eder
  • verschiebung-christian eder-2018
    Verschiebung, 2018
    Öl auf Leinwand
    80 x 80 cm
  • ausstellung-christianeder-stadtmuseum bruneck-2018
    Ausstellung Stadtmuseum Bruneck, Parallele Ordnungen
  • christian eder ausstellung-stadtmuseum bruneck-eder-2018
    Ausstellungsansicht Christian Eder
  • Ovalformation-wall sculpture-christian eder-2018
    Ovalformation
    Wandobjekt
    Stadtmuseum Bruneck
  • christian-eder-wandobjekt-wien
    Transmission II, 2018
    Schwarzlack auf Holzträger
  • christian eder-painting-2018
    Ohne Titel, 2018
    Öl auf Leinwand
    80 x 100 cm

Christian Eder: Parallel Orders - Painting at the turn of the century

Parallele Ordnungen - Christian Eder Vienna, Abstraktion im Dialog,

Ordini paralleli- La pittura in un periodo di svolta.

Stadtmuseum Bruneck- Brunico

Ordini paralleli.La pittura in un periodo di svolta.

LÁssociazione Pro Museo di Brunico

Abstraktion der Gegenwart steht im Stadtmuseum Bruneck in einem Dialog mit Werken der Spätgotik. Gegenwärtige Malerei trifft hier auf Tafelmalerei von Vertretern der Pustertaler Spätgotik, wichtigen Persönlichkeiten der Südtiroler Kunstgeschichte wie Simon van Teisten, des Meisters von Uttenheim, von Friedrich und Michael Pacher.Die Ausstellung stellt zeitgenössische, abstrakt- geometrische Malerei in einen spannungsvolles Verhältnis zur Tafelmalerei und Skulptur der Spätgotik – ein Zeitensprung.

Die Ausstellung von Christian Eder stellt damit zwei unterschiedliche konzeptionelle Ansätze im Umgang mit Bildordnungen, Geometrien und Symmetrien in einen spannungsvollen Vergleich und eröffnet so einen Einblick in verschiedene Annäherungsweisen an das Tafelbild im Denken und Sehen und in der Anwendung der Geometrie.

Die Ausstellung stellt damit auch die Frage nach dem gegenwärtigen Umgang mit Bildern, der Digitalisierung, der Beschleunigung und der daraus resultierenden Veränderung der individuellen Wahrnehmung. 

Wahrnehmung und Erkenntnis finden immer aufgrund des eigenen Erfahrungshintergrundes statt. Auf Basis von reflektierendem Denken und Vorgehen gewonnene Erkenntnisse und daraus entwickelte Thesen bleiben jedoch immer fehlerhaft, da ihre Gültigkeit immer an das Moment ihres Entstehens und ihr Umfeld gebunden bleiben.

Ein solches Denken dürfte dem mittelalterlichen Menschen vermutlich noch nicht geläufig gewesen sein.

Das Symbolhafte des Tafelbildes, die Darstellung als harmonisches Ganzen stand im Vordergrund. Im Hintergrund bestimmte jedoch bereits ein Zusammenspiel von Maß und Form das Bildkonzept. Für Wissenschaft und Kunst der Gegenwart ist die genannte Vorgangsweise dagegen ein wesentlicher Bestandteil des Forschungs- und Arbeitsprozesses. In einem Punkt unterscheiden sich jedoch auch diese beiden Dispziplinen: Kunst darf sich irren.

Die Gegenwartskunst, hier die Malerei schafft sich ihre Fragestellungen und Probleme selbst, sie muss im Gegensatz zur Wissenschaft keinen Systemvorgaben folgen und kann frei zwischen Ordnung und Irritiation, zwischen Komplexität und Klarheit oszilieren.

Jeder neue Tag bietet Gelegenheit zu neuem Irrtum. Malerei ist die Umsetzung eines Gedankens in eine unmittelbare Figuration. Möglicherweise ist sie aber gerade dessen Gegenteil: Die völlige Losgelöstheit von einem planmäßigen Denken und vorgegebenen Ordnungsstrukturen in Zahlen oder linearen Abfolgen. Intuitives Vorgehen bedeutet immer eine Verbindung zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem herzu-stellen, mit der Möglichkeit des Irrtums.

Bereits im Gedächtnis sind Informationen wie Farbe, Form und verschiedene Konstellationen oder Figurationen als loses Gewebe miteinander verknüpft. Daher findet Erinnerung immer auch in Form von verbundenen Assoziationen von Gedanken, Gefühlen und Vorstellungen statt.

Die Malerei ist hinsichtlich ihrer Entstehung als auch hinsichtlich ihrer Oberflächenbeschaffenheit dem Digitalen diametral entgegen gestellt: Kontemplation und Sinnlichkeit versus einer von Geschwindigkeit geprägten optischen Überflutung mit Banalem. Das Bild ist dagegen unmittelbar in seiner Sinnlichkeit erlebbar.

Das digitale Bild hingegen ist lediglich Simulation, es täuscht vor und mischt sich mit Erinnertem zu einem Erlebnis, welches als echt erscheint. In Wirklichkeit verweist es jedoch auf keine weiteren, größeren Zu-sammenhänge. Die Konsequenzen für das Sehen und Begreifen sind noch nicht vollständig absehbar. Wieder befinden wir uns am Beginn eines zeitlichen Umbruchs ähnlich jenem der Spätgotik hin zur Renaissance.

Der Betrachter ist dazu eingeladen, unterschiedliche Bildfindungen- und Konzepte einem Prozess des Vergleichens und Unterscheidens zu unterziehen und über die eigene Wahrnehmung zu reflektieren.

 

Spezifisches zu den ausgestellten Werken von Christian Eder

In den aktuellen Arbeiten verbinden sich statische Elemente des Konstruktiven mit jenen einer dynamischen Farbgestaltung zu einem bildnerischen Forschungsprozess über die Beziehung von Farbe, Form und Licht. Sie zielen unmittelbar auf die visuelle Erfahrung des Betrachters.

Bildkonstituierend treten Linienformationen immer wieder als serielle Struktur und spannungsgebender Gegensatz zwischen Rechteck, Quadrat, mitunter binnenhaft angeordneten Kreis- und Ovalformen in das Zentrum des Geschehens. In ihnen kontrastieren nicht nur Farbe und Nicht-Farbe, sondern auch Horizontale und Vertikale der Bildkanten mit den Vorgängen im Bildinneren.

Die immer wieder als Variationen ausgeführten Linienelemente treten einmal als Durchschneidungen, dann wieder als Verbindungen der Bildfläche in verschiedenen Richtungen vor das Betrachterauge, verbinden sich von Mal zu Mal mit dem Helldunkel des Bildgrundes um ein andermal wieder als trennende Elemente in Erscheinung zu treten.

Gerade durch die Einfachheit, Klarheit und Regelmäßigkeit dieser bildimmanente Ordnung tritt diese in ein spannungsvolles Verhältnis zu den je nach Standpunkt des Betrachters und je nach nach Lichteinfall wechselnden Erscheinungen des Helldunkels im Bildhintergrund.

Das Schwarz und Grau ist nun nicht mehr farblos, vielmehr setzt es erst die Wirkung der Farbe in Szene. Suggestionen des Räumlichen entstehen als Konsequenz von Interaktionen zwischen Bildvorder- und Bildhintergrund und verändern sich mit der Veränderung des Betrachterstandpunktes und der Sichtachsen.  Trotz Regel-mäßigkeit und Parallelität in der Ausführung wird hier keine innerbildliche Stabilität im Sinnen eines Oben und Unten -noch die Herstellung einer Hierarchie im Bild angestrebt.

Das am Horizontale und Vertikal gewohnte Betrachterauge erfährt hier von Fall zu Fall durch die Unterbrechung und Diagonalisierung von Linienverläufen eine Desorientierung, welche eine Reflexion über das eigene Sehen und Denken im Zusammenhang mit der Malerei und dem Tafelbild ermöglicht.

 

Eröffnung: Freitag, den 26. Oktober 2018, um 19 Uhr

Inaugurazioni:   Venerdi, 26 ottobre 2018, alle ore 19

Begrüßung | Saluto: Barbara Willimek, Präsidentin | Presidente

Zur Ausstellungseröffnung: Dialog mit der Journalistin Nina Schröder über die Gegenüberstellung von Abstraktion der Gegenwart und spätgotischer Tafelmalerei

colloquio con la giornalista Nina Schröder

Grußworte | Saluto: Luis Durnwalder, Landeshauptmann Landeshauptmann a. D.

Presidente emerito della Prov. aut. di BZ

Eröffnung | Inaugurazione: Roland Griessmair Bürgermeister | Sindaco

 

Dauer | Durata: 27. 10. - 02.12. 2018

Di - Fr. 15 - 18 Uhr, Sa - So. 10 - 12 Uhr

 

Stadtmuseum Bruneck>>

In this exposition Christian Eder contrasts contemporary geometric paintings to late Gothic works in order to dare an exciting time step.

For a man of the middle Ages the essential of a work of art was the harmonious whole issue as well the symbolism. Although the concept was conditioned by shape and form already, it was not observed. In the Late Gothic, the barrier to Renaissance, the concept became more and more important and finally it becomes the essential part of the art work. Today the essential of an art work is the transformation of an idea, of a concept into an immediate figuration, which follows any demands of a system and can be varied between order and irritation as well between complexness and clearness. The contemporary painting captures his value by the sensual dialog between the viewer and the interactions from the single components of the image concept, such as colors, forms, lines and surface. An art work like this should be experienced in immediate sensuality.

The variable image concepts and creations by Christian Eder invites the visitor to a process of comparing and distinguishing moreover to a reflection of the own perception. There in the focus are the serial and linear image compositions from the artist, which are characterized by formal severity, sensual presence and effortlessness.

 

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